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Gimbweiler

Verbandsgemeinde Birkenfeld, Landkreis Birkenfeld
ca. 450 Einwohner, 553 ha, davon 208 ha Wald, PLZ 55767
Gastgeber in Gimbweiler



Gimbweiler liegt an der Grenze zum Saarland, südlich von Birkenfeld im Schwarzwälder Hochwald am Mörschbach.

Die ältesten Namensformen sind Gumpwilre (1397), Gomp- und Gympwiler in derselben Urkunde (1480). Römischer Ursprung der beiden Weiler Gimbweiler und das auf seiner Gemarkung gelegenen untergegangenen Frudesweiler ist nicht nachgewiesen. Das deutsche Gimbweiler teilte im allgemeinen das Schicksal des benachtbarten Wolfersweiler, gehörte stets zu dessen Hochgericht und Pfarrei und hatte abwechselnd zu Oberherren die Bischöfe von Verdun, die Grafen von Veldenz und deren Erben, die Zweibrücker Herzöge.

Im 13. Jahrhundert versuchten die Herren von Oberstein in den zwischen Wolfersweiler und Baumholder gelegenen Orten Fuß zu fassen. Versuche, die sie in den folgenden Jahrhunderten, auf ihre lothringischen Lehensreverse gestützt, erneuerten. Grundbesitz hatten sie von jeher in Gimbweiler; aber auch andere Herren waren daselbst begütert. Doch haben die Veldenzer und Zweibrücker ihnen gegenüber Hoheit und Besitz kräftig gewahrt und vermehrt. So kaufte Graf Friedrich von Veldenz 1397 den Herren von Broich außer Gütern, Zinsen und Rechten zu Eckelnhusen, Hanwilre und Moysberg einen Hof und arme Leute zu Gumpwilre ab. Gimbweiler und Frudesweiler gehörten nun, ebenso wie die benachbarten Orte Freisen und Hoppstädten, Hahnweiler und Reidscheid, nach dem im Jahre 1432 erstmals ausgestellten und bis 1667 stets erneuerten Lehensrevers, zu dem großen lothringischen Lehen der Obersteiner. Die lothringischen Herzöge sowohl wie ihre Obersteiner Lehensträger hielten stets ihre Ansprüche auch auf Gimbweiler wach.

So haben die von Oberstein-Falkenstein den Ort dem Herrn von Schellard, später die von Oberstein - Leinigen den Erben der Schellards, deren von Feignies, als lothringisches Afterlehen vergeben. In Wirklichkeit ist aber die zweibrückische Landeshoheit über Gimbweiler nicht angetastet worden. Die Schicksale Wolfersweiler sind auch seine gewesen. In der Franzosenzeit gehörte es mit diesem zur Bürgermeisterei Nohfelden, die dem Kanton Baumholder angegliedert war.

Gimbweiler war die einzige Gemeinde vom Amt Nohfelden, die bei der Schaffung des Saargebietes durch die Franzosen 1946 beim Land Rheinland-Pfalz / Kreis Birkenfeld verblieb. Durch den Wegfall der Verkehrsstraße Nohfelden-Wolfersweiler-Eitzweiler-Freisen war Gimbweiler praktisch von jedem Verkehr abgeschlossen, weil die Verbindung von Gimbweiler über Wolfersweiler ging. Die Einwohner konnten, da sonst keine Verbindung bestand, nur zu Fuß oder bei sehr trockenem Wetter mit einem Wagen auf einer Art Feldweg über den Bleiderdinger Berg das übrige Kreisgebiet erreichen. Der Friedhof der Gimbweiler lag auf Wolfersweiler Bann, also jenseits der Saargebietsgrenze. Bei Beerdigungen traten infolgedessen jeweils Schwierigkeiten auf; kirchlich gehörte Gimbweiler zu Wolfersweiler, so dass auch die Kirchgänger große Schwierigkeiten hatten und den Gottesdienst kaum besuchen konnten.

www.gimbweiler.de


Touristinformation des Birkenfelder Landes
Friedrich-August-Str. 17
55765 Birkenfeld
Tel.: 06782-9834570
Fax: 06782-9834573

www.birkenfelder-land.de

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Gastgeber in Gimbweiler:

 

Ferienwohnungen:
Ferienwohnung Adlerhorst
Hauptstraße 6
55767 Gimbweiler
 

 


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