banner-HLandschaft-e

niederbrombach-c.jpg

Niederbrombach

Verbandsgemeinde Birkenfeld, Landkreis Birkenfeld
ca. 500 Einwohner, 728 ha, davon 264 ha Wald, PLZ 55767

 

Die Gemeinde Niederbrombach liegt zwischen Birkenfeld und Idar-Oberstein an einem Talbogen der Straße in einer Höhe von 430 m über NN. Vier Täler treffen von Nord nach Süd, Ost und West zusammen. Im Talkessel vereinigen sich der Hambach, Schwollbach und Rothenbach zu einem Gewässer, das unter der Bezeichnung Schwollbach bei Kronweiler in die Nahe mündet. Niederbrombach ist im Norden umgeben vom Hömelskopf und dem Heidkopf, im Osten von der Pferdshöhe und der Brombacher Höhe, im Süden vom Rothenbachberg, dem Winnenberg und Hochkastell und schließlich im Westen vom Kleb und dem Bauterskopf.

Nach Einführung der Reformation erhielt Niederbrombach 1580 eine Schule. Sie war ursprünglich eine Einrichtung der Kirche und zuständig für das gesamte Kirchspiel. Die badische Regierung sorgte um 1780 dafür, dass erstmals ein ausgebildeter Lehrer wirkte. 1969 wurde die heutige Grund- und Hauptschule - Regionale Schule Birkenfeld »Aussenstelle Niederbrombach« fertiggestellt. 

Eine Kirche in Niederbrombach gab es schon um das Jahr 700. Über das damalige Aussehen und ob die Kirche - wie früher oft behauptet wurde - auf einer vorchristlichen Kultstätte stand, ist nichts bekannt. Der jetzige Bau entstand in seinen Grundzügen in der romanischen Zeit um das Jahr 1100 und ist der heiligen »Maria Magdalena« als Patronin geweiht. Zwischen Schiff und Altarraum (Chor) besitzt die Kirche merkwürdigerweise zwei Triumphbögen. Die Kirche war schon in der romanischen Zeit ausgemalt worden, wie an den Wänden über den Gewölben zu sehen ist. Die Malereien auf den Gewölbekuppen im Chor, die bei der Renovierung der Kirche emtdeckt wurden, gehören der gotischen Zeit an. Niemand weiß zu sagen, wer vor rund 900 Jahren in dem kleinen Dorf Niederbrombach eine dreischiffige Basilika baute und wer sie vor etwa 600 Jahren so großzügig ausbaute. Um 1860 wurde überlegt die Kirche abzubrechen, weil sie zu alt, finster und häßlich sei. Doch letztlich setzte sich die Erkenntnis durch, das für die Kunstgeschichte hochinteressante Bauwerk zu erhalten.

Der Turm des Gotteshauses ist nicht besonders hoch, wohl aber sehr dick. Das Geläut von drei Glocken, das man 1658 angeschafft hatte, hing bis zum 1. Weltkrieg im Turm. 1917 mußten zwei Glocken an die Kriegsindustrie zur Waffenherstellung abgeliefert werden. Zum Zwecke des Abtransportes wurden beide Glocken auf dem Glockenstuhl zerschlagen, da sie sonst nicht heruntergeschafft werden konnten.

Eine Glocke durfte als sogenannte Sturmglocke, die im Notfall und bei Bränden geläutet werden konnte,  hängen bleiben. Nach den Notjahren des Krieges wurde 1925 ein neues Dreiergeläut angeschafft.
Kaum zwei Jahrzehnte später erlitten diese im Jahre 1943 das gleiche Schicksal. Die verbliebene Sturmglocke wurden nach dem 2. Weltkrieg bei der Herstellung und Guß neuer Spiele als Schmelzmaterial wiederverwandt. Seit nunmehr 1954 läuten die jetzt vorhandenen 3 Glocken.

Bis zu seinem Tod 1503 wirkte der Astrologe und Pfarrer Johannes Lichtenberger in Brambach wie Niederbrombach  damals hieß.

Ergänzender Text

Niederbrombach im Internet


Touristinformation des Birkenfelder Landes
Friedrich-August-Str. 17
55765 Birkenfeld
Tel.: 06782-9834570
Fax: 06782-9834573

www.birkenfelder-land.de


Niederbrombach in Google Maps

Rheinreise-button-a

 


wikimedia foerdermitglied1