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Schneppenbach

Verbandsgemeinde Kirn-Land, Kreis Bad Kreuznach
ca. 270 Einwohner, 330 ha, davon 127 ha Wald, PLZ 55608



Die Ortsgemeinde Schneppenbach liegt im südlichen Hunsrück am Westrand des Lützelsoons in einer Höhe von 424 m über NN und grenzt an den Landkreis Birkenfeld.

Der Ort gehörte im Mittelalter zu einer größeren Grundherrschaft der Reichsabtei St. Maximin vor Trier.

Die Ortsgeschichte von Schneppenbach ist mit der auf seiner Gemarkung errichteten Schmidtburg eng verbunden. Die Burg, deren Entstehung auf das Jahr 926 zurückgeht, ist eine der ältesten Burgen im Nahe- und Hunsrückraum und war vermutlich Stammsitz der Grafen im Nahegau, der Emichonen. Als deren Teilerben und Rechtsnachfolger übernahmen die Wildgrafen die Burg. Interne Familienstreitigkeiten der Wildgrafen führten jedoch dazu, dass die Burg um 1330 in den Besitz des Trierer Erzbischofs und Kurfürsten Balduin von Luxemburg überging. Unter Balduin erfolgte der Ausbau der Schmidtburg, die in der Folgezeit Sitz des kurtrierischen Amtes Schmidtburg wurde.
Im Jahr 1563 waren es in Schneppenbach neun, im Jahr 1684 fünf und im Jahr 1715 elf Haushaltungen, die zum kurtrierischen Amt Schmidtburg gehörten. Um 1650 erscheint als Ortsherr der Ritter Cratz von Scharffenstein. Schneppenbach bildete zusammen mit Bruschied ein »Ingericht«. Die Einwohner der beiden Dörfer besaßen zwar eine Kapelle, besuchten jedoch den Hauptgottesdienst in Bundenbach. Mit der französischen Gebiets- und Verwaltungsreform von 1798 wurde das Schmidtburger Amt aufgelöst. Schneppenbach kam zur neugebildeten Mairie Kirn. Dort verblieb die Gemeinde bis zum Ende der französischen Herrschaft und kam dann im Jahr 1817 zur Bürgermeisterei Gemünden im preußischen Landkreis Simmern.

Die denkmalgeschützte katholische Kapelle in Schneppenbach erbaute im Jahr 1768 der salm-kyrburgische Hofbaumeister Johann Thomas Petri, auf dessen Pläne zahlreiche, im 18. Jahrhundert errichtete, herrschaftliche Gebäude im Kirner Raum zurückgehen.

Mit der Ruine Schmidtburg im Hahnenbachtal verfügt die Ortsgemeinde über eines der bedeutendsten kulturellen Denkmäler in der Nahe-Hunsrück-Region. Nach Freilegungs- und Sicherungsarbeiten an der von der Natur fast völlig überwucherten Ruine erhalten die Besucher wieder eine Vorstellung von der Größe und einstigen Bedeutung der imposanten Anlage.

Ergänzende Texte:

Simmern Info
Kirchberg Info


www.schneppenbach.de


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