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Warmsroth

  Verbandsgemeinde Stromberg, Kreis Bad Kreuznach
ca. 420 Einwohner, 591 ha, davon 278 ha Wald, PLZ 55442


Warmsroth liegt im Hunsrück südwestlich des Rheins in einer Höhe von 328 m über NN. Zu Warmsroth gehört der Ortsteil Wald-Erbach. Im Osten befindet sich Waldalgesheim, im Süden Roth und westlich liegt Stromberg.

Von dem Franken namens »Warmund«, der um 900 sich hier niedergelassen und den Wald gerodet hatte, wird der Name des ursprünglichen Walddorfes Warmsroth abgeleitet.

Urkundlich erscheint der Ortsname allerdings erst in einer Urkunde von 1281. Darin ist von »Warmsrait« die Rede. Damals gelangte der Ort durch Schenkung in den Besitz des Klosters Otterberg bei Kaiserslautern. Dann erhielten es im 14. Jahrhundert die Herren von Lewenstein vom Stift Neuhausen bei Worms als Lehen, das dann 1398 bis zur französischen Revolution zur Kurpfalz gehörte.

Von der einstigen Kirche, die dem hl. Cyriak geweiht war, steht nur noch der Glockenturm. Damals war übrigens Warmsroth Pfarrort auch für Stromberg, das nur eine Kaplanei besaß.

Im längsgeteilten Schild des Gemeindewappens befindet sich auf der linken Hälfte auf silbernem Grund ein roter Turm mit Barockhaube. In der rechten Hälfte in schwarzem Feld ein rotgekrönter und rotbewehrter goldener Löwe.Warmsroth gehörte zum Erzdiakonat des Domprobstes von Mainz. Die Wappenfarben der Erzbischöfe von Mainz waren rot und silber. Im Jahre 1398 wurde Warmsroth durch Verkauf kurpfälzisch und blieb es bis ins 19. Jahrhundert. Daher die Übernahme des kurpfälzischen Wappens. Der Turm mit Barockhaube entstand im Jahre 1754 und gehörte zur ehemaligen Kirche. Er ist heute das Wahrzeichen von Warmsroth.

Im Warmsrother Ortsteil Wald-Erbach, einer früher eigenständigen Gemeinde, steht eine kleine Kapelle, dem heiligen Pankratius geweiht, die durchaus erwähnenswert ist. Diese Kapelle hat schon viele Jahre hinter sich gebracht und zahlreiche Stürme überstanden und gehörte in den früheren Jahren sicherlich zum Besitz des Gutes Wald-Erbach und der dort ansässigen Familie. Der Besitzer dürfte dadurch mit dem Gutsbesitz des öfteren gewechselt haben. In der Kapelle und auf dem dabei liegenden Friedhof befinden sich verschiedene Gräber der Angehörigen des jeweiligen Gutsbesitzers.

Auf das hohe Alter dieses Kirchleins verweisen auch Inschriften über der Kirchentüre mit dem Text »Renovatum 1856 und restauratum 1718«. Mitte der 1970er Jahre trat dann die damalige Besitzerfamilie Heinrich aus Wald-Erbach an die Gemeinde Warmsroth und die Verbandsgemeinde Stromberg heran, um Möglichkeiten einer eingehenden Renovierung und Restaurierung der Kapelle auszuloten. Der Besitz der Kapelle ging dann auch an die Verbandsgemeinde Stromberg über. Die Kapelle wurde dann über mehrere Jahre hinweg saniert und wieder in den heutigen Zustand versetzt. Durch zahlreiche Initiativen auch von privater Seite konnte so ein Kleinod in die Zukunft gerettet werden. Heute steht die Kapelle wieder für kirchliche Zwecke zur Verfügung und kann auch für Hochzeiten usw. gebucht werden.

Ergänzender Text


Tourist-Information
Warmsrother Grund 2 / Binger Str. 3
55442 Stromberg
Tel.: 0 67 24 - 2 74
Fax: 0 67 24 - 2 27
E-Mail: touristinfo@stromberg.de
www.stromberg.de

Warmsroth in Google Maps

 

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