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Burgruine Rheingrafenstein

bei Bad Münster am Stein-Ebernburg

 

rheingrafenstein-fels.jpgDie Burg Rheingrafenstein stammt wohl aus dem 11. bis 12. Jahrhundert. Sie war die Stammburg der Herren vom Stein, den späteren Wild- und Rheingrafen.
Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Burg von den Spaniern erobert. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg sprengten 1689 die französischen Truppen Ludwigs XIV. die Burg. Im Jahre 1721 wurden die Ruinen zum Bau der Salinen in Münster freigegeben.
Die Ruine ist das Wahrzeichen der Stadt Bad Münster am Stein-Ebernburg.

Die spärlichen Überreste der Burg Rheingrafenstein sitzen auf einem steil aufragendem Felsen ca. 250 m über Bad Münster. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über das Nahetal und zur gegenüberliegenden Ebernburg.
Es sind nur noch wenige Teiles des Berings, ein Gewölbekeller, ein paar Treppen (u.a. durch den Felsen zu Aussichtsplattform) zum ehemaligen Wohnturm, sowie die Grundmauern des ehemaligen Treppenturms erhalten geblieben.


Die Legende der Ruine Rheingrafenstein
Eines Tages ritt ein Graf auf seiner Jagd durch das Nahe Flusstal, als er einen schmalen Berg sah, welcher im Tageslicht rot glänzte und seine Wände waren so steil, dass es schien sie würden den Himmel berühren. Der Graf dachte sich, welch herrlicher Platz dies doch für ein Schloß sein würde, aber er wußte nicht, wie dort je ein Mensch ein Schloss erbauen sollte. Nur der Teufel selber konnte dort auf dem roten Felsen ein Schloß errichten.
Kaum hatte er den Gedanken beendet, als aus nah gelegenen Büschen etwas heraus gekrochen kam. Ein furchtbares Geschöpf, rostig-rot, weder Mensch noch Tier, mit großen Flügeln und einen Schnabel wie ein Rabe. Es war niemand anderes als der Teufel!  Er war bereit für den Grafen das Schloß über Nacht zu bauen, aber er wollte eine Belohnung dafür haben. Die erste Seele, die aus einem der Schloßfenster heraus schaute, würde seine sein, er wolle sie mit zur Hölle nehmen und sie sei verloren für alle Ewigkeit. Zu diesem Zeitpunkt klang für den Grafen dieses Angebot gut und er stimmte zu. Als er sich auf den Weg nach Hause macht, begann er drüber nachzudenken, was er getan hatte und bedauerte bald seine überstürzte Entscheidung. Er erzählte niemanden von seiner Begegnung und seiner Abmachung mit dem Teufel. Am nächsten morgen hoffte er, dass dies alles nur ein böser Traum gewesen war. Doch er hatte kein Glück. Neben seinem Frühstück lag ein nagelneuer Schlüssel. Außerdem wurde ihm erzählt, dass über Nacht ein herrliches Schloss auf dem roten Felsen erschienen war und in der Sonne glitzerte wie eine Krone. Seine Frau drängte ihn dies zu überprüfen und schließlich erzählte der Graf die Wahrheit über das Schloss und welchen Preis sie bezahlen müßte um das Schloss zu beziehen. Viele Wochen vergingen und sie überlegten was zu tun sei. Schließlich hatte die Gräfin eine Idee. So kam es eines morgens, dass der Graf mit seinem Gefolge in die Nahe Senke ritt. Während die Prozession sich dem Schloß nährte, konnten sie den Teufel bereits am höchsten Punkt des Berges sehen, welcher sich schon auf seine Belohnung freute. Der Graf gebot jedem abzusteigen und sie gingen zu Fuß weiter. Nur die Gräfin ritt auf einen Esel. Sie wurde von einem Geistlichen geführt, welcher ein Kruzifix trug. Der Teufel sah dies und entschied, dass mit oder ohne Kruzifix, der Geistliche sein sein sollte. Die Prozession erreichte die Sicherheit der Mauern und ohne das es der Teufel sehn konnte, stieg die Gräfin vom Esel ab. Daraufhin gebot sie dem Geistlichen, ihr seine Robe zu geben und sie zog dem Esel die Robe über. Die Haube bedeckte seinen Kopf und seine langen Ohren. Dann wurde das Tier zum Fenster geführt. Sobald der Teufel die graue Haube sah, stieß er herab und schon war er in der Luft und etwas Graues baumelte in seinen Klauen. In diesem Moment stieß der ängstliche Esel einen Schrei aus, welcher nicht von einen Menschen stammen konnte. Durch den Schrei erkannte der Teufel, dass er reingelegt worden war. Er öffnete seine Klauen und ließ den Esel in der Nahe verschwinden. Der Teufel selber jedoch, löste sich in einer großen gelben Wolke aus Rauch auf. Es dauerte Wochen, bis der Schwefelgeruch endlich verschwand. Und so konnten der Graf und seine Frau ihr neues Zuhause endlich beziehen.





Verkehrsverein Rheingrafenstein e.V.
Berliner Straße 60
55583 Bad Münster am Stein-Ebernburg
Tel.: 0 67 08 - 64 17 80


www.bad-muenster-am-stein.de - Burgruine Rheingrafenstein

 

 

 

 

 

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