Hunsrück-Nahe-Reise

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Mörsdorf

Verbandsgemeinde Kastellaun, Rhein-Hunsrück-Kreis
ca. 640 Einwohner, 1.737 ha, davon 985 ha Wald, PLZ 56290
Gastgeber in Mörsdorf

 

Europaweit bekannt wurde Mörsdorf im Herbst 2015 durch die Eröffnung der längsten Hängeseilbrücke nördlich der Alpen, was einen wahren »Run« auf den kleinen Hunsrückort hervorrief.

Mörsdorf ist ein staatlich anerkannter Luftkurort auf einem Hochplateau im nördlichen Hunsrück zwischen dem Dünnbachtal im Norden, dem Mörsdorfer Bach im Süden und dem Flaumbachtal im Westen. Der Ort liegt ca. 10 km westlich von Kastellaun.

Mörsdorf wurde im Jahre 1103 erstmals urkundlich erwähnt. Zur Zeit der Römer verlief eine Römerstraße durch den Ort. Der Name Mörsdorf könnte sich ableiten von »Dorf am Moor«.

Bei Ausgrabungen in der Gemarkung Mörsdorf wurden mehrere keltische Grabanlagen und eine römische Villa gefunden. Auch historische »Gleisstrassen«, für eisenzeitliche Fuhrwerke schienenartig in den Fels gehauen, sind vorhanden.

Das alte Mörsdorfer Rathaus, auch der »Rhodes« genannt ist ein Gebäude mit Backhaus wurde 1645 erbaut. Heute beherbergt es eine Gaststätte.

Neben dem »Rhodes« stehen an der Treiser Strasse 5 und 7 weitere denkmalgeschütze Gebäude aus dem 17 und 18. Jahrhundert, dazu zählt auch das Zehnthaus und das Pfarrhaus an der Kirche.
Die Kreuzwegstationen, die am Weg zum »Forster Kuppen« stehen, wurden Ende der 1990er Jahren aus ehemaligen, jetzt wiederverwendeten Grabsteinen aus Diabas von dem Bildhauer Rudolf Müller aus Lutzerath geschaffen.

Die an der Einmündung nach Lahr stehende Kriegergedächtniskapelle wurde im Herbst des Jahres 1922 eingeweiht.

Die Kirche von Mörsdorf ist dem hl. Castor geweiht. Sie wurde 1767/1768 im barocken Stil erbaut. Paul Stähling aus Straßburg war der Baumeister. Zuvor gab es eine über 400 Jahre alte Kirche im Ort, die wegen Baufälligkeit abgerissen werden mußte.
Die Kirche besitzt drei Glocken. Die Älteste ist aus dem Jahre 1459. Aus dem Jahr 1523 stammt die Glocke mit folgender Inschrift: »Maria heißen ich, ich Godes Ere luden ich, alles Boes Weder ferdriven ich, Peter von Echternach gos mich 1523«. 1934 wurde eine neue Glocke in den Kirchturm gezogen. 

Die Glocken wurden während des 2. Weltkriegs nach Bremen gebracht, um dort für die Rüstungsindustrie eingeschmolzen zu werden. Glücklicherweise konnten die alten Glocken nach Kriegsende wieder nach Mörsdorf zurückgeholt werden. Im Jahre 1955 wurde die jüngste Glocke gegossen.

Im Gemeindewald von Mörsdorf gibt es einen ca. 3 km langen Waldlehrpfad. Auf 21 Hinweistafeln wird unter anderem über den Nutzen des Waldes, historische Waldwirtschaft und Geologie informiert.

In der Gemarkung von Mörsdorf gibt es viele Wandermöglichkeiten - es sind 8 Rundwanderwege, u.a. die Rabenlay-, Dachskaul und Schieferhöhlen- sowie die 4-Bäche-Runde mit Längen zwischen 5 und 15 km kartiert und ausgeschildert. Die Traumschleife Geierlay mit rund mit rund 6,5 km führt rund um die Hängeseilbrücke Geierlay.

In den Jahren 2025 und 2026 war Mörsdorf der Ort mit den meisten registrierten Erdstößen Deutschlands - eine Gefahr geht von den kleinen »Erdbeben« zum Glück nicht aus.

 

Tourist-Information/Besucherzentrum

Kastellauner Str. 23
56290 Mörsdorf
06762-9034080

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

www.moersdorf-hunsrueck.de

www.geierlay.de

Mörsdorf in Google Maps


Gastgeber in Mörsdorf:

Ferienwohnungen
Pension Kölzer (Fewo+Gästezi.)
Windorfer Straße 8
56290 Mörsdorf