banner-HLandschaft-e

Laufersweiler

Laufersweiler

Verbandsgemeinde Kirchberg, Rhein-Hunsrück-Kreis
ca. 900 Einwohner, 679 ha, davon 245 ha Wald, PLZ 55487
Gastgeber in Laufersweiler



Laufersweiler liegt südwestlich von Kirchberg in einer Höhe von 425 m über NN.

Im Gebiet um Laufersweiler wurden ur- und frühgeschichtliche Funde gemacht, die aus der Bronze und Hallstattzeit stammen. Zwischen Laufersweiler und Niederweiler verlief in der Römerzeit eine Handelsstraße von Trier nach Bingen, heute wird sie Ausoniusstraße genannt.
Der Ort wurde im Jahre 1283 erstmals urkundlich erwähnt. Die damalige Schreibweise war Leuferswilre. Der Ort war im Besitz der Wildgrafen, den späteren Wild- und Rheingrafen. Im 14. Jh. wurde ein Teil der Ortschaft kurtrierisches Lehen und ein Teil unterstand den Freiherren von Schmidtburg. Zum Hochgerichtsbezirk Rhaunen gehörte Laufersweiler seit dem späten Mittelalter. Der Ort hatte im Jahre 1563 34 bzw. 35 Haushaltungen die verschiedenen Oberherren unterstanden. In Laufersweiler bestand seit Mitte des 16. Jh. eine Poststation am Niederländischen Postkurs von Brüssel nach Augsburg, Innsbruck, Trient, Venedig, Mailand und Rom. In einem Dokument von 1561 ist festgehalten, dass die reitende Post auf dem Weg von Laufersweiler nach Eckweiler überfallen wurde. Die Poststation bestand über das 18. Jh. hinaus. 1867 wurde ein neuer Postkurs von Kirn nach Büchenbeuren eingerichtet. Als Postagentur der Deutschen Reichspost wurde die Poststation 1886 neu gegründet und überdauerte bis 1994. 1794 wurde Laufersweiler durch die Besetzung der westlichen Rheinseite durch französische Revolutionstruppen französisch. Auf dem Wiener Kongress 1814 wurde der Ort dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1947 ist der Ort Teil des damals neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz.
 
Seit dem 18. Jh. gab es in Laufersweiler eine jüdische Gemeinde.
Die jüdische Synagoge wurde in der Reichskristallnacht am 9. November 1938 verwüstet und 1986 wieder restauriert.
In der ehemaligen Synagoge befindet sich ein Museum für »jüdische Geschichte des Hunsrücks«. Dort kann eine Dokumentensammlung im Rahmen einer Dauerausstellung besichtigt werden.

Im Jahre 1839 gab es einen großen Brand in Laufersweiler in dem auch die Kirche vernichtet wurde. 1842 wurde eine Simultankirche erbaut. 1892/93 wurde im Stil der Neuromanik eine evangelische Kirche errichtet.

Im Unterdorf und in der Kirchgasse existieren sehenswerte Fachwerkbauten mit geschnitzten Haustüren.

Das ehemalige Rathaus stammt aus dem 17. Jahrhundert. Hier ist besonders der Überbau mit der ehemaligen Unterkunft für das fahrende Volk erwähnenswert.

ergänzender Text

Laufersweiler im Internet


Touristinfo Kirchberg
Marktplatz 6
55481 Kirchberg
Tel.: 0 67 63 - 91 01 44
Fax: 0 67 63 - 91 01 49
E-Mail: touristik@kirchberg-hunsrueck.de
www.kirchberg-hunsrueck.de


Laufersweiler in Google Maps



Gastgeber in Laufersweiler:

Hotels:
Hotel Schatulle
Provinzialstraße 6
55487 Laufersweiler
 


Pensionen:
Pension Molz
Niederweilerweg 14
55487 Laufersweiler
 
   

Rheinreise-button-a

 


wikimedia foerdermitglied1